Richard Friedenthal: Luther

Wolfgang Krisai nach Lucas Cranach d. Ä.: Martin Luther. Tuschestift, 2017.

Das Jubiläumsjahr „500 Jahre Thesenanschlag in Wittenberg“ 2017 regte mich an, mich ausführlicher mit der wichtigsten Figur der Reformation, Martin Luther, zu beschäftigen. Ich brauchte dazu nur an unser Biographien-Regal zu gehen und Richard Friedenthals dicke, überaus informative und anschauliche, elegant und pointiert geschriebene Luther-Biographie zur Hand zu nehmen. Da es sich um eine Taschenbuchausgabe handelt, wurde sie automatisch zu meinem Öffi-Buch, das ich zunächst vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln las. Bald aber interessierte es mich so sehr, dass ich auch daheim darin zu lesen begann.

Luther wurde am 10. November geboren, im Jahr 1483. Gestorben ist er 1546. Dazwischen liegt ein interessantes Leben.

Ich greife nur einige Details heraus, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind:

Luthers kämpferischer Charakter

Luther war ein Stier, der in Wallung geriet, wenn er ein rotes Tuch sah. Rote Tücher gab es für ihn damals eine ganze Menge, allen voran die roten Gewänder der Bischöfe und Kardinäle, die es sich auf Kosten ihrer ihnen anvertrauten „Schäfchen“ gut gehen ließen. Dann natürlich die Päpste, auch wenn sie eher Weiß trugen oder gar, wie Julius II., Silber in Form von Rüstungen. Finanziert wurden die Kriege und Bauvorhaben der Päpste nicht zuletzt von dem Geld, das geschickte Ablassverkäufer aus Deutschland nach Italien überwiesen, eine Praxis, die Luther zur Weißglut brachte. Seine 95 Thesen, die er 1517 an die Kirchentür von Wittenberg anschlug, befassten sich mit all diesen Missständen. Da er nicht der einzige war, dem die Ausbeutung durch die Kirche sauer aufstieß, verbreiteten sich seine Thesen, sobald sie ins Deutsch übersetzt und gedruckt waren, rasend schnell in ganz Deutschland.

Luthers Sprachen: Deutsch und Latein

Die 95 Thesen schrieb und veröffentlichte Luther als Theologieprofessor, der er an der Universität Wittenberg war, selbstverständlich in der damaligen Gelehrtensprache Latein. Er beherrschte Latein ganz ausgezeichnet, sprach es gewissermaßen fließend, wie es sich für einen Gelehrten der damaligen Zeit gehörte. Wenn Luther sich primär an eine universitär gebildetes Publikum wandte, schrieb er lateinisch.

Wollte er jedoch die Fürsten oder das einfache Volk erreichen, bediente er sich der deutschen Sprache, konkret des Frühneuhochdeutschen, das er maßgeblich mitprägte. Luther ist zwar nicht der Erfinder des Hochdeutschen als jener Sprache, die alle Menschen im deutschen Sprachraum verstehen konnten, aber er trug wesentlich dazu bei, dass es zu dieser Entwicklung kam. Seine berühmte Bibelübersetzung, die er während seiner Gefangenschaft auf der Wartburg mit dem Neuen Testament begann und bald auch um das Alte Testament erweiterte (1534 erschien die erste vollständige Bibelübersetzung Luthers), verbreitete sich unglaublich schnell und wirkte auf den Sprachgebrauch der Menschen. Luther verbesserte die Übersetzung immer wieder und hatte dafür ein ganzes Team von Mitarbeitern. Die Ausgabe von 1534 – jüngst in einem schönen Reprint vom Taschen-Verlag herausgebracht – war also keine „Ausgabe letzter Hand“, sondern eher „Erster Hand“.

Landeskirchentum

Luther musste, da er sich vom Kaiser gebannt und vom Papst exkommuniziert und als Ketzer angeklagt sah, andere Autoritäten finden, denen er die oberste kirchliche Autorität zusprach. Er selbst wollte das ja nicht sein und hätte es über seinen Tod hinaus auch nicht sein können. So entwickelte sich schrittweise ein Landeskirchentum, wo der Landesfürst die oberste Autorität auch in kirchlichen Fragen war.

Anarchischen Tendenzen oder Ideen von Volksherrschaft und Demokratie stand Luther ablehnend gegenüber. Dementsprechend heftig äußerte er sich gegen die aufständigen Bauern und gegen radikale Prediger wie Thomas Müntzer.

Katharina von Bora

Luther verwarf den Zölibat und das Mönchtum, also jene Lebensformen, die er selbst lange gepflegt hatte, war er doch nach einem einschneidenden Erlebnis – dem berühmten Gewitter, wo er sich schon vom Blitz erschlagen sah – Augustiner Eremit geworden. Sehr zum Missfallen seines Vaters übrigens, der aus ihm einen tüchtigen Juristen machen wollte.

Eines Tages erschienen bei Luther neun entlaufene Nonnen unter der Führung von Katharina von Bora, die sich der lutherischen Bewegung anschließen wollten.

Luther hieß sie willkommen und bemühte sich, die neuen Frauen unter die Haube zu bringen. Auch Katharina wollte er mit jemandem verheiraten – und schließlich wurde er selbst ihr Mann. Damit scheint er eine gute Wahl getroffen zu haben, denn Katharina brachte seinen Haushalt im ehemaligen Augustiner-Eremiten-Kloster, das er zugesprochen bekommen hatte, in Schuss. Da hatte sie viel zu tun, denn es kamen ununterbrochen Gäste, es gab eine Menge Haushaltsangehörige, die alle versorgt werden mussten, vom Gebäude selbst, dessen Instandhaltung wohl auch einige Anstrengung erfordert hatte, ganz zu schweigen. Luther sah ja gerne Gesellschaft bei Tisch, seine berühmten Tischreden zeugen davon. Diese Tischreden wurden von seinen „Fans“ aufgezeichnet und geben Luthers originelles Sprachgemisch aus Deutsch und Latein wieder, dessen er sich auf launige Weise zu bedienen wusste.

Friedenthal bringt eine Fülle von Informationen und vermittelt dem Leser damit ein sehr lebendiges Bild Martin Luthers. Auch wenn anlässlich des Reformations-Jubiläums zahlreiche neue Luther-Biographien auf den Markt gekommen sind: Diese ältere Biographie ist immer noch jung.

Richard Friedenthal: Luther. Sein Leben und seine Zeit. Serie Piper. Piper, München, 13. Aufl. 1985. 680 Seiten.

Bild: Wolfgang Krisai nach Lucas Cranach d. Ä.: Martin Luther. Tuschestift, 2017.

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Von und über Erasmus von Rotterdam

Wolfgang Krisai:Erasmus von Rotterdam nach Hans Holbein d. J., Aquarellstift, Tuschestift, 2017.

Erasmus von Rotterdam ist einem heutzutage ja in erster Linie geläufig, weil das Studenten-Austauschprogramm der EU nach ihm benannt ist (auch wenn ERASMUS strenggenommen eine Abkürzung ist, die wie zufällig den Namen des kosmopolitischen Gelehrten und, um mit Stefan Zweig zu sprechen, „ersten Europäers“ ergibt). Doch wer ist  die Person, die hinter diesem klingenden Namen steckt? Die Lektüre zweier Biographien und einiger Werke von Erasmus verschaffte mir ein Bild dieser erstaunlichen Persönlichkeit.

Ribhegges Biographie und Zweigs Lebensbild

Wilhelm Ribhegges Biographie gibt über die Lebensstationen, Leistungen und Werke des Erasmus genau Auskunft. Stefan Zweig hingegen, den man, wie es bei mir glücklicherweise der Fall war, erst nach einer faktenreichen Biographie lesen sollte, gibt eine wertende Zusammenschau und Charakteristik der Persönlichkeit Erasmus’. Beide Bücher ergänzen sich dadurch aufs beste.

Der Vater war Priester?

Geboren wurde Erasmus 1467 in Rotterdam, damals ein kleines Fischerdorf. Sein Vater war – ja, und da beginnen schon die Unklarheiten. Zweig behauptet noch gerade heraus, der Vater sei ein Priester gewesen. Bei Ribhegge klingt das schon anders: „Der Vater Gerhard […] sollte nach dem Wunsch seiner Familie Priester werden. Aus einer heimlichen Verbindung zwischen Gerhard und Margaret gingen Erasmus und sein älterer Bruder Pieter hervor. Zur beabsichtigten Heirat kam es nicht, weil sich Gerhards Familie dagegen sträubte. So jedenfalls hat es Erasmus selbst später dargestellt. Der Vater habe aus Protest gegen seine Familie Holland verlassen und sei nach Rom gegangen. […] Erst nachdem seine Familie ihm fälschlich von dem angeblichen Tod Margarets nach Rom berichtet habe, habe sich Gerhard aus Trauer um seinen Verlust entschlossen, Priester zu werden. Bei seiner späteren Rückkehr nach Holland habe er von dem Betrug seiner Familie an ihm erfahren.“ (S. 11)

Ins Kloster gezwungen

Erasmus lebte bei der Mutter, doch diese starb, als er noch ein Jugendlicher war, und sein Vater folgte ihr bald ins Grab. Nun bekamen die Burschen einen Vormund, der seinerseits nun alles daransetzte, die beiden in ein Kloster zu zwingen. Was bei beiden schließlich auch gelang.
Erasmus wurde Augustiner-Chorherr im Kloster Steyn bei Gouda. Aus innerer Berufung war er das nicht geworden. 1492 wurde er zum Priester geweiht. Dann durfte er zum Studium nach Paris ziehen, und er kehrte nie wieder in sein Kloster zurück, im Gegenteil, er kämpfte darum, von seinen Mönchsgelübden entbunden zu werden, was der Papst schließlich tatsächlich vollzog.

„Lob der Ehe“

Erasmus fühlte sich weder zum Mönch noch zum Priester berufen. Gegen das Mönchtum äußerte er sich später deutlich in verschiedenen Schriften. Kein Wunder, dass ein Mensch wie er auch ein „Lob der Ehe“ verfasste, auch wenn er selbst nie heiratete (er blieb ja, im Gegensatz zu Luther, katholisch) und dieses kleine Werk immer als eine bloße Argumentationsübung für den Schulgebrauch herunterspielte.

Der führende Humanist seiner Zeit

Berufen fühlte sich Erasmus hingegen zum Gelehrten, und deshalb studierte er die alten Sprachen mit größtem Eifer. Er wurde der führende Humanist des Zeitalters des Humanismus.
Seine Sprache war das Englisch der damaligen Zeit: Latein. Sämtliche seiner Werke und Briefe verfasste er in dieser Sprache, die er fließend sprach und schrieb. Ja, durch ihn, so Stefan Zweig, wurde Latein erst die universelle Gelehrtensprache, als die es einige Zeit die Wissenschaftler der ganzen westlichen Welt untereinander verband.

Kosmopolit

Da Erasmus sich vor allem in Gelehrtenkreisen oder unter Kirchenmännern bewegte, ermöglichte ihm das Latein eine grenzüberschreitende Lebensweise, fast die eines Kosmopoliten. Erasmus lebte zeitweise in Paris, wo er studierte, in Italien, wo er ihm anvertraute Studenten begleitete, in England, wo er mit Thomas Morus Freundschaft schloss und den späteren Heinrich VIII. persönlich kennenlernte, in Löwen, wo er an der Universität lehrte, und schließlich in Basel, wo er den ihm kongenialen Drucker Froben, den wichtigsten Wissenschaftsverleger seiner Zeit, fand, aus dessen Presse eine Vielzahl von Werken des Erasmus hervorging. Kurz vor seinem Lebensende verbrachte Erasmus noch einige Jahre in Freiburg im Breisgau, einer katholischen Stadt, in die er sich zurückzog, als in Basel der Bildersturm radikaler Protestanten das ruhige Leben eines katholischen Gelehrten unmöglich machte.

Ein neues Neues Testament

Was arbeitete dieser Gelehrte? Er brachte z. B. eine maßgebliche griechisch-lateinische Edition des Neuen Testaments heraus, mit seiner eigenen, die bis dahin kanonische Vulgata in manchem korrigierende Übersetzung. Diese Ausgabe benützte übrigens Luther für seine Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche.
Erasmus brachte auch zahlreiche Gesamtausgaben Antiker Autoren heraus, etwa der Werke und Briefe des Hl. Hieronymus oder des Komödiendichters Plautus.

Die „Torheit“ ist durchaus klug

Daneben gibt es eigene Werke, allen voran das bis heute bekannte „Lob der Torheit“. Das ist ein originelles Werk, in dem Erasmus einen Weg gefunden hat, die Schwächen und Fehler der Welt zu kritisieren, ohne Gefahr zu laufen, gleich persönlich angefeindet und verketzert zu werden. Er lässt nämlich die „Torheit“ (eine Allegorie, in der man sich Dummheit, Eingebildetheit, Selbstüberschätzung, Frechheit, Beschränktheit und ähnliche unerfreuliche Eigenschaften gut gemischt vorstellen darf) persönlich auftreten. Man darf nur nicht glauben, diese Person Torheit sei nun selbst eine Törin. Im Gegenteil, sie weiß sehr genau Bescheid über die Welt und über die Wirkung, die sie in dieser Welt hat. In ihren Augen ist dies natürlich eine positive Wirkung, ist sie doch von sich selbst und ihrer Wichtigkeit mehr als überzeugt. Diese Wirkung und Bedeutung zu beweisen ist ihr Anliegen im „Lob der Torheit“: Sie geht die verschiedenen Stände vom Armen bis zum Reichen, vom Handwerker bis zum König, vom Mönch bis zum Papst, genauso die verschiedenen Lebensalter vom Kind und Jugendlichen bis zum Greis oder die Einwohner verschiedener Länder durch. Alle machen nichts als Torheiten, und gerade deshalb leben sie gut und glücklich – wenn auch nicht verantwortungsvoll.
Es ist kein Wunder, dass sich diese Satire auf die Menschheit bis heute gehalten hat. Man glaubt, Erasmus habe vorausgeahnt, welchen Präsidenten die Amerikaner im Jahr 2016 wählen und welche Leute in anderen Ländern sich zu Diktatoren aufschwingen würden, und diese schon im Voraus, unter der damals üblichen Bezeichnung „König“, aufs genaueste porträtiert: „Sie glauben die Rolle eines Fürsten gut zu spielen, wenn sie ständig jagen, schmucke Pferde unterhalten, Ämter und Kommandostellen mit Vorteil verkaufen und täglich auf neue Wege sinnen, um die Bürger zu schröpfen und die Staatseinkünfte in die eigenen Tasche zu leiten, wobei sie allerdings um einen gerissenen Vorwand nicht verlegen sind, damit auch die gröbste Ungerechtigkeit noch unter dem Schein des Rechtes auftritt.“ (S. 85)

Eine Frau mit Büchern?

Originell sind die „Dialoge“ oder „Gespräche“, die Erasmus geschrieben hat, zum Beispiel jener zwischen einem Abt und einer gebildeten Frau, deren Privatbibliothek der Abt überhaupt nicht dem Stande einer Frau entsprechend findet. Geradezu eine Frühschrift der Frauenemanzipation.
Diese „Gespräche“ sind die witzigen, leichtgewichtigeren Gegenstücke zu Platons Dialogen.

Sehr überrascht hat mich der lebendige Briefstil des Erasmus, hatte ich mir doch trockene Gelehrtenprosa erwartet. Doch davon sind seine Briefe weit entfernt, auch wenn sie nicht immer ganz von konventionellen Elementen frei sind.

Zurückgezuckt

Stefan Zweig stellt dar, wie Erasmus einerseits zur wichtigsten Autorität in Europa aufstieg – das sein „Triumph“ – und als solche von allen Seiten um seine Expertise gebeten, von zahllosen Gelehrten und Mächtigen der Zeit besucht oder zumindest in eine Korrespondenz verwickelt wurde, wie er andererseits aber – das war seine „Tragik“ – aber den Schritt von der Gelehrtenstube in die religionspolitische Arena der Reformationszeit nicht gewagt hatte, sondern im entscheidenen Augenblick zurückgezuckt sei und geglaubt habe, er können mit Briefen aus der Ferne die verfeindeten Parteien zum Frieden bewegen. Mit Luther, dem Tatmenschen, konnte auf diese Weise kein Einvernehmen hergestellt werden. Erasmus wollte sich vornehm aus dem Streit der religiösen Parteien heraushalten, doch das war auf die Dauer nicht möglich. Obwohl er noch vor Luther „protestantische“ Ideen entwickelt hatte, wagte er den Schritt aus der katholischen Kirche heraus nicht, der er sich als Priester verpflichtet fühlte. Schließlich schrieb er, von vielen gedrängt, eine deutlich gegen Luther gerichtete Schrift: „Vom freien Willen“. Luther schlug mit der Keule seiner Sprachmacht zurück, um Erasmus nicht nur theologisch, sondern vor allem persönlich zu vernichten. Der Gegensatz konnte nicht mehr überbrückt werden.

1536, zehn Jahre vor Luther, starb Erasmus in Basel. Dort ist er im Dom begraben.

Wilhelm Ribhegge: Erasmus von Rotterdam. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010. Reihe: Gestalten der Neuzeit. 278 Seiten.

Stefan Zweig: Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam. Europäischer Buchklub, Stutgart u.a., 1950. 209 Seiten.

Erasmus von Rotterdam: Das Lob der Torheit. Encomium moriae. Übers. u. hg. von Anton J. Gail. Reclam, Stuttgart, 1980. RUB. 136 S.

Erasmus von Rotterdam: Encomium matrimonii / Lob der Ehe. Lat. / Dt. Übers., komm. u. hg. von Gernot Krapinger. Reclam, Stuttgart, 2015. RUB. 93 S.

Erasmus von Rotterdam: Briefe. Verdeutscht u. hg. v. Walther Köhler. Dieterich, Leipzig 1938. Sammlung Dieterich 2. XLIV, 577 S.

Erasmus von Rotterdam: Gespräche. Ausgew., übers. u. eingel. v. Hans Trog. Schwabe, Basel 1936. 159 S.

Bild: Wolfgang Krisai: Erasmus von Rotterdam nach Hans Holbein d. J., Aquarellstift, Tuschestift, 2017.

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François Dupraire, Farid Boudjellal: Die Präsidentin

Wolfgang Krisai: "Eva nach dem Sündenfall", Aquarell nach einer Marmorstatue von Eugène Delaplanche im Musée d'Orsay, Paris.

Ich konnte nicht umhin, mir diese Graphic Novel zu kaufen, in der vorgestellt wird, was passieren würde, wenn Marine Le Pen 2017 französische Präsidentin werden würde.

Die Bilder stammen von Farid Boudjellal, der Text von François Durpaire. Die Bilder sind schwarzweiß (mit Ausnahme des Coverbilds) und so realistisch gezeichnet, dass man annehmen muss, die Basis zumindest für die Gesichter wären jeweils Fotos. Da es von den Politikern im Internet ja massenhaft Fotos gibt, wäre das gar nicht so unmöglich.

Der Text beschränkt sich nicht nur auf die üblichen Comic-Sprechblasen und Zwischentexte, sondern bietet manchmal auch erklärende längere Sachtexte, z. B. eine Doppelseite „Kurze Geschichte der digitalen Überwachung“, aber auch kürzere Info-Kästchen. man lernt da eine Menge daraus.

Auswirkungen auf multikulturelle WG

Die Grundidee des Buches ist, dass den politischen Geschehnissen deren Auswirkungen auf eine multikulturelle WG gegenübergestellt werden. Darin gibt es Antoinette, eine Oma, die einst in der Resistance gekämpft hat und nun mit ohnmächtiger Wut den Aufstieg Marine Le Pens miterleben muss.

Ihre Enkel Stéphane und Tariq engagieren sich im Internet gegen Marine.

Fati, eine Araberin, ist die Freundin von Tariq und sieht in Antoinette und ihren Enkeln ihre eigene Familie.

Diese eingeschworenen Gegner Marine Le Pens machen nun einen Blog gegen die Präsidentin und laufen am Ende Gefahr, deshalb festgenommen zu werden.

Parteiprogramm Schritt für Schritt verwirklicht

Was sich innerhalb der ersten Monate nach der Wahl politisch abspielt, ist Gegenstand der politischen Haupthandlung. Dabei haben die Autoren lediglich das Parteiprogramm der Front national zugrundegelegt und angenommen, die darin ausgesprochenen Forderung würden nun Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt. Ausländerfeindliche Maßnahmen, Ausweisung der maghrebinischen Franzosen, Bekämpfung regierungskritischer Medien und Personen, usw.

Ein Schreckensszenario.

Und dennoch ein interessantes und gut zu lesendes Buch.

François Dupraire, Farid Boudjellal: Die Präsidentin. Mit einem Vorwort von Ulrich Wickert. Aus dem Französischen von Edmund Jacoby. Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2016. Frz. Originalausgabe 2015. 158 Seiten.

Bild: Wolfgang Krisai: „Eva nach dem Sündenfall“, Aquarell nach einer Marmorstatue von Eugène Delaplanche im Musée d’Orsay, Paris. – Hoffentlich nicht bald ein Symbol für „La France“.

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Friederike Klauner: Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien

Wolfgang Krisai: Kunsthistorisches Museum, Wien. Gouache, 2006.

Dieses Buch kaufte ich mir 1983 und begann es auch durchzustudieren, erlahmte aber irgendwann. Nun musste es mehr als dreißig Jahre im Regal warten, bis ich es erneut vornahm und wirklich vom Anfang bis zum Ende durchstudierte, mit vielen Unterstreichungen.

Umfassender Einblick in die gesamte Gemäldegalerie

Erst jetzt war ich in der Lage, die hervorragende Qualität dieses Führers zu würdigen: Man bekommt einen umfassenden Einblick in die gesamte Gemäldegalerie, und zwar nicht nur mit ausführlichen Analysen der einzelnen Gemälde. Die Stärke dieser Darstellung liegt im vom Aufbau der Gemäldegalerie unabhängigen Ordnungsprinzip. Während die Gemäldegalerie ja auf der einen Hälfte die niederländische Malerei und Verwandtes und auf der gegenüberliegenden Seite die italienische Malerei zeigt, beides innerhalb der „Länder“ jeweils chronologisch, springt Klauner zwischen den Galeriehälften hin und her, um die Ähnlichkeiten, Unterschiede und vor allem gegenseitigen Beeinflussungen der nördlichen und südlichen Malerei im Lauf der Geschichte herauszuarbeiten. Das Buch bringt also einen deutlichen Mehrwert gegenüber einem an der Abfolge der Räume oder überhaupt nur an Einzelwerken orientierten Führer, wie man sie heute kaufen kann. Nicht alles, was alt ist, ist also überholt, im Gegenteil!

Für die Lektüre zu Hause gedacht

Das Buch ist allerdings nicht so gestaltet, dass es einfach in die Gemäldegalerie mitgenommen werden könnte. Dafür ist es zu schwer und zu wenig klar gegliedert. Skandalös ist die schlechte Bindung. Der fadengeheftete Buchblock löst sich vom dünnen Karton des Einbands.

Erst durch meine Unterstreichungen wird das Buch übersichtlicher. Klauner hat das Werk wohl eher für die heimische Lektüre gedacht.

Entdeckungen über Entdeckungen

Ich habe jedenfalls enorm profitiert, vor allem auch dadurch, dass Klauner sich nicht auf die ganz großen Meister beschränkt, sondern die vielen weiteren, nicht ganz so bedeutenden Künstler, die in der Gemäldegalerie vertreten sind, genauso ausführlich behandelt. Da wurde mir überdeutlich klar, wieviel ich noch nicht weiß über die Malerei der Renaissance und des Barock. Gleich bekommt man größte Lust, sich in weitere Bücher zum Thema zu stürzen.

Als erste Reaktion ging ich jedenfalls in die Gemäldegalerie und sah mir einige Bilder genau an, die ich bisher kaum beachtet hatte. Entdeckungen über Entdeckungen!

Friederike Klauner: Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien. Vier Jahrhunderte europäischer Malerei. Residenz-Verlag, Salzburg und Wien, 2. Aufl., 1981. 478 Seiten, zahlreiche Schwarzweiß-Abbildungen.

Bild: Wolfgang Krisai: Kunsthistorisches Museum, Wien. Gouache, 2006.

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Rainer Schmidt: Das Teebuch für Anfänger, Profis und Freaks

Wolfgang Krisai: Lesende mit einer Tasse Tee, Pinselstift, 2013.

Auf der Buch Wien 2016 fiel mir Rainer Schmidts „Kleines Teebuch“ auf, und in der Buch Wien Buchhandlung entdeckte ich dann sozusagen die „Großversion“ des Buches, nämlich „Das Teebuch für Anfänger, Profis und Freaks“.

In diesem schön bebilderten und gediegen gemachten Buch informiert Schmidt über die Teepflanze, die Teeherstellung, verschiedene Blattgrade und Teesorten und -mischungen, aber auch so spezifische Dinge wie die Tee-Lagerung in der Hamburger Speicherstadt. Hamburg ist nämlich Schmidts Arbeitsort.

Schwarztee fermentiert schnell

Was ich nicht wusste, ist die Geschwindigkeit, mit der die Fermentierung des Tees vor sich geht. Ein paar Stunden sind nur nötig, und das bei nächtlicher Kühle, sobald die Teeblätter entsprechend „gerollt“, sprich, mit einem Apparat ein wenig durch die Mangel gedreht und damit vielfach aufgebrochen sind, sodass Sauerstoff ans Innere der Blätter kommt, der die Fermentation ermöglicht. Schwarzer Tee entsteht also innerhalb einer einzigen Nacht, und dann könnte man ihn schon genießen. Allzu lang sollte man Tee jedenfalls nicht lagern, da er seine Aromastoffe verliert.

Fünfmal soviel Koffein

Fermentierter Tee hat übrigens nur ein Fünftel der Koffeinmenge des Grünen Tees, kein Wunder also, dass grüner Tee einen wesentlich munterer macht als der schwarze.

Ein großer Abschnitt ist einer detaillierten Beschreibung der Tee-Anbaugebiete auf der ganzen Welt gewidmet, obwohl aus manchen Gebieten z. B. in Afrika nie ein Tee in europäische Geschäfte kommt, da die Qualität zu minder ist.

Fairer Teehandel?

Interessant war auch die Diskussion des Fairen Teehandels: Schmidts Conclusio ist, es sei im Endeffekt besser, hochwertige, teure Teesorten aus normalem Anbau zu kaufen, weil man damit viel mehr Produzenten signalisiert, dass der Kunde hochwertige Produkte will, weshalb der Produzent darauf achten wird, sein gut geschultes Personal durch höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen an seine Plantage zu binden. Plantagen mit großer Fluktuation von Arbeitskräften bringen normalerweise keine hohe Qualität des Tees zustande, denn es ist eben eine Kunst, den Tee richtig zu ernten.

Die richtige Teezubereitung

Dreißig Seiten des Buches sind der richtigen Teezubereitung und dem Teegenuss gewidmet. Hier habe ich einmal einen handfesten Tipp gefunden, wie man die richtige Aufgusstemperatur für grünen Tee zustande bringt: nach dem Aufkochen fünf Minuten warten, dann aufgießen. Da für grünen Tee kein kochendes Wasser nötig ist, kann man auch heißes Wasser in der Thermoskanne z. B. zum Arbeitsplatz mitnehmen und dann damit immer wieder ein paar Teeblätter aufgießen. Das könnte ich einmal ausprobieren.

Schmidt plädiert entschieden für halbkugelige Glaskannen mit riesigem Metall-Teesieb. Von Kunststoff-Sieben rät er dagegen ab, da sie den Geschmack des Tees nachteilig verändern.

Tee im Teebeutel?

Während in anderen Teebüchern dem Tee in Portionsbeuteln nicht einmal ein Wort gewidmet wird, geht Schmidt darauf an vielen Stellen ein und macht deutlich, warum es sich dabei eigentlich um nur den halben Teegenuss handelt, wenn überhaupt. Zunächst wird der Tee extrem stark zerkleinert, damit er gut ins Sackerl rieselt, dadurch verliert er aber praktisch alle Aroma- und Inhaltsstoffe an die Luft, und was noch da ist, wird vom Filterpapier zurückgehalten und gelangt nie an den Gaumen des Trinkers. Es kommt daher beim Sackerltee in erster Linie auf die Färbekraft des Tees an, die sofort wirksam werden soll. Dafür eignen sich besonders die Assam-Sorten, während chinesischer Tee viel heller bleibt.

Die Farbe des Aufgusses ist übrigens auch beim Blatt-Tee kein Kriterium der Stärke, sondern sie variierte je nach Sorte.

Gesundheitsfördernd

Abschließend zählt Schmidt all jene gesundheitlich positiven Wirkungen auf, die man dem Tee zuschreibt, insbesondere dem grünen Tee: Er ist gut gegen Krebs und zu hohen Cholesterinspiegel, er regelt den Blutdruck, verlangsamt das Altern und mach munter (das ist die bekannteste Wirkung), darüber hinaus wehre er Grippeviren ab, sorge für Entspannung, helfe gegen Depressionen und fördere die geistige Leistungsfähigkeit.

Rooibos-Tee

Was Schmidt kaum bis gar nicht behandelt, sind Tees, die nicht aus der Teepflanze hergestellt werden. Er erwähnt den Rooibos-Tee, das war’s dann aber schon. Die enorme Vielfalt der Kräutertees bleibt „außen vor“. Dabei wäre ein Buch über Kräutertees aus dem Blickwinkel des Genießers durchaus wünschenswert, denn Kräutertees trinkt man heute nicht mehr nur, wenn man krank ist, sondern auch sonst.

Ein Glossar schließt den Band ab.

Trotzdem: Eine lohnende Lektüre, nach der man seinen Tee gleich viel wissender beäugt, beschnuppert und trinkt.

Rainer Schmidt: Das Teebuch für Anfänger, Profis und Freaks. Braumüller, Wien, 2. Auflage 2014. 162 Seiten.

Bild: Wolfgang Krisai: Lesende mit einer Tasse Tee, Pinselstift, 2013.

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Wilhelm Waetzoldt: Dürer und seine Zeit

Titelseite von Wilhelm Waetzoldt: Albrecht Dürer und seine Zeit.

Am 19. 12. 1987 kaufte ich mir dieses Buch in einem Wiener Antiquariat um 300 Schilling, damals ein durchaus deftiger Preis. Jetzt, fast 30 Jahre später, habe ich das Buch endlich gelesen.

Entstanden ist es vor rund 80 Jahren, erschienen 1938 bei George Allen & Unwin Ltd., London, als „Phaidon-Ausgabe“, gedruckt wurde es allerdings in der Offizin Haag-Drugulin in Leipzig.

Der Autor

Hinter dieser Edition steckt eine Geschichte, die ich gerne genauer wüsste. Hier nur meine Vermutungen: Wilhelm Waetzoldt (1880-1945) war bis 1933 Direktor der Staatlichen Museen Berlin, wurde von den Nazis seines Amtes enthoben. Die dahinter steckenden Anschuldigungen finanzieller Unregelmäßigkeiten konnte er entkräften. 1934 wurde er Ordinarius für Philosophie an der Universität Halle.

Ein Nazi war Waetzoldt also nicht, sehr wohl aber eine Person, die sich offenbar irgendwie mit dem Regime arrangierte, um nicht ausrangiert zu werden. Seine Bücher über Dürer und Holbein sowie sein Jugendbuch „Du und die Kunst“ waren vermutlich recht populär, das Jugendbuch soll sogar an die Hitlerjugend verteilt worden sein (https://dictionaryofarthistorians.org/waetzoldtw.htm).

Zeitbedingtes

Seinem Dürerbuch merkt man stellenweise an, in welcher Zeit es entstanden ist, nicht nur, wenn darauf hingewiesen wird, dass der Frauenmarkt in Nürnberg nun Adolf-Hitler-Platz heiße, sondern auch dann, wenn Waetzoldt immer wieder das Deutschtum Dürers betont und ihm aufgrund seiner Herkunft bestimmte Eigenschaften zuschreibt. Hier weht – in durchaus zurückhaltender Weise – der Zeitgeist aus dem Buch. Sieht man aber davon ab, liest man es mit Gewinn.

Kapitel nach Themen

Waetzoldt schreibt keine Biographie, sondern ein nach Themen geordnetes Buch mit Kapiteln wie: „Selbstcharakteristik“ (über Dürers Selbstbildnisse), „Religiöse Bildwelt“, „Bildnis“, „Landschaft“, „Dürer und Luther“, „Dienst und Freiheit“ (über die für Maximilian I. geschaffenen Werke), „Mit Zirkel und Richtscheit“ (über Dürers kunst- und militärtheoretische Schriften). Das Buch enthält aber auch das Kapitel „Grenzen der Liebe“, wo Waetzold jene Aspekte von Dürers Werk beleuchtet, die er für schwach und überholt hält.

Ein „richtiges Buch“

Der Inhalt des Buches ist aber nur ein Aspekt, der andere die wunderbare Gestaltung dieses Buches. Es ist eines der schönsten Bücher, die ich besitze und die ich kenne. Schon das Aussehen entspricht einem „richtigen Buch“: stattlich, ohne riesig zu sein, dick, mit einem großzügigen Seitenspiegel, der im Weißrand Marginalien zulässt (Stichwörter zum Inhalt und Abbildungsverweise), eine schöne, gut lesbare Schrifttype und angenehmes Papier.

Ausgezeichnete Abbildungsqualität

Ein Kunstbuch braucht Abbildungen, und in dieser Hinsicht ist das Buch für die damalige Zeit eine Spitzenleistung: auf rund einem Dutzend schwarzen Seiten sind Farbabbildungen eingeklebt; die zweite Hälfte des Buchs besteht aus einem Abbildungsteil aus hervorragenden Kupfertiefdruck-Tafeln, und in den Text sind Reproduktionen von Holzschnitten eingestreut, die sich auf dem rauen Papier des Textteils besonders gut machen.

Musterbeispiel für gelungene Buchkunst

Dieses Buch ist also ein Musterbeispiel für gelungene Buchkunst, und es ist kein Wunder, dass es auch nach dem Krieg noch mehrere Auflagen erlebt hat. Die weite Verbreitung hat dazu geführt, dass man es heute bei ZVAB zum Spottpreis erwerben kann.

Wilhelm Waetzoldt: Dürer und seine Zeit. Phaidon-Ausgabe. George Allen & Unwin Ltd., London, 1938. 591 Seiten.

Bild: Titelseite von Wilhelm Waetzoldt: Albrecht Dürer und seine Zeit.

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Anne und Olaf Meinhardt: Transsibirische Eisenbahn

Wolfgang Krisai: Wien Hauptbahnhof, Tuschestift, Buntstift, 2014.

Dieser Bildband über die Transsibirische Eisenbahn behandelt sowohl die Route von Moskau nach Peking über die Mongolei als auch die klassische Route nach Wladiwostok. Die Bahn durch die Mandschurei und die Baikal-Amur-Magistrale werden als Alternativrouten zumindest erwähnt.

Die Autorin und der Autor haben für das Buch ein halbes Jahr recherchiert, sodass es Impressionen vom Sommer wie vom Winter zu lesen und zu sehen gibt. Sie haben auch die unterschiedlichen Züge von den einfachsten Liegewagen bis zum Luxuszug „Zarengold“ ausprobiert.

Zu jedem wichtigen Ort an der Bahn haben sie Interessantes zu erzählen, sodass man Lust hätte, an allen diesen Orten ein, zwei Tage zu verbringen.

Natürlich wird auch die alte Baikalbahn, die heute noch mit Dampf-Sonderzügen aufwartet, beschrieben, da sie eine Touristenattraktion ist.

In Sonderkapiteln werden z. B. der Bau der Transsib, die russischen Straflager und ihre Rolle beim Eisenbahnbau, der Sonderzug „Zarengold“, das Eisenbahnmuseum in Nowosibirsk, die russisch-orthodoxe Kirche  oder die russische Küche vorgestellt.

Tolles Buch! Interessanter Text, wunderbare Bilder – die von einem  „typischen Mann“, dem immer wieder Frauen mit langen nackten Beinen ins Bild gelaufen sind, fotografiert wurden.

Anne und Olaf Meinhardt: Transsibirische Eisenbahn. Durch die russische Taiga zum Pazifik. Aktualisierte und überarbeitete Ausgabe. Bruckmann, München, 2014. 183 Seiten.

Bild: Wolfgang Krisai: Wien Hauptbahnhof, Tuschestift, Buntstift, 2014. – Von Wien aus könnte man per Bahn direkt zum Ausgangpunkt der Transsibirischen Eisenbahn fahren: mit dem Schlafwagen-Kurswagen der Rusisschen Eisenbahnen nach Moskau.

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