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Clemens M. Hutter: Christian Doppler. Der für die Menschheit bedeutendste Salzburger.

Christian Dopplers Geburtshaus in Salzburg. Foto: W. Krisai, 2017

In der Salzburger Dombuchhandlung kaufte ich mir diese Biographie über den bedeutenden Salzburger Christian Doppler.

Radar-Messung und Ultraschall-Untersuchung

Es ist jener Mann, der den Doppler-Effekt entdeckt hat. Hutter zeichnet das eher wenig ereignisreiche Leben dieses Mannes nach, ergänzt die Biographie aber mit historischen Hintergründen aller Art, die manchmal etwas weit hergeholt sind, und vor allem mit für Laien verständlichen Darstellungen all jener Aspekte von Physik und Technik, für die der Doppler-Effekt eine maßgebliche Rolle spielt. Dazu zählen etwas die Entfernungs- und Bewegungsmessung von Sternen und anderen Himmelsobjekten, die Radarfallen auf der Straße, das Radar überhaupt oder die Ultraschall-Untersuchungsmethode. Alles Bereiche, die im heutigen Leben eine große Rolle spielen. Hutter bezeichnet Doppler daher als den „für die Menschheit bedeutendsten Salzburger“.

Doppler wurde 1803 im Haus gegenüber dem Salzburger Landestheater geboren, an dem heute eine große Gedenktafel prangt. Sonst war die Stadt mit Ehrungen ziemlich sparsam, wenn auch in der jüngsten Zeit das Bewusstsein von der Bedeutung Dopplers allmählich steigt.

Ein Talent in Mathematik und Physik

Dopplers Eltern waren relativ wohlhabende Steinmetze. Es war bald klar, dass der schmächtige Christian sich nicht als Nachfolger des Vaters eignete, daher durfte er das Gymnasium besuchen und später studieren. Sein Talent auf dem Gebiet der Mathematik und Physik wurde bald erkannt, er hatte Förderer, die ihm Stellen zunächst als Gymnasiallehrer in Prag, später als Dozent und Professor an der Universität Wien verschafften.

Dopplers Pech war, dass seine Entdeckung im 19. Jahrhundert nicht auf fruchtbaren Boden fallen konnte, weil man technisch nicht in der Lage war, sie zu nützen.

Intrigen an der Uni

Seine Gegner auf der Uni behaupteten erfolgreich, der Doppler-Effekt sei ein Hirngespinst. Erst Albert Einstein stellte endgültig klar, dass Doppler recht gehabt habe und seine Entdeckung bahnbrechend gewesen sei. Da war Doppler jedoch schon mehr als 50 Jahre tot, denn er starb bereits 1853.

Das Buch ist kurzweilig zu lesen und äußerst interessant. Es rückt das Bild von Salzburg als der „Mozart-Stadt“ ein wenig zurecht, müsste man doch nun wohl mit gleichem Recht „Doppler-Stadt“ sagen.

Allen Spuren nachgegangen

Zahlreiche Illustrationen bereichern das Buch. Das geht bis zu einer Abbildung jener Elektrolok der „STEG“ (Salzburger Eisenbahn Transportlogistik GmbH), auf der Unterschrift und Porträt Dopplers prangen. Man sieht: Der Autor ist allen Spuren Dopplers nachgegangen.

Clemens M. Hutter: Christian Doppler. Der für die Menschheit bedeutendste Salzburger. Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2017. 173 Seiten. Broschiert, fadengeheftet.

Foto: Christian Dopplers Geburtshaus in Salzburg. W. Krisai, 2017

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